F Ü R   M U S I K L I E B H A B E R

 

CD-Transfers von LPs (nur Ansichtsgalerie zum Erfahrungsaustausch)

 

CDs mit dem Flair der LP-Master - intelligent und musikalisch als CD bearbeitet

 

 

Die Auflistung der Aufnahmen auf den nebenstehenden Unterseiten ist in der Ordnung eher ungewöhnlich. Aber die Anzahl der Transfers ist noch gering und der Platz hier leider begrenzt.

 

Da es sich bei allen Einspielungen um auserlesene und gesuchte Interpretationen handelt, habe ich der Auflistung nach INTERPRETEN A-Z den Vorrang vor dem Komponisten-Alphabeth gegeben:

Isolde Ahlgrimm, das Boston Symph. Orch. (Dirigent Erich Leinsdorf), das Chicago Symph. Orch. (Dirigent Rafael Kubelik), Chicago Symph. Kammermusik und Solisten (Chicago Symphony String QuartetOboist Ray Still), Fine Arts Quartet, Fernando Germani, Wanda Landowska, Fritz Mahler, Wyn Morris

 

Danach kommt eine Auflistung KOMPONISTEN A-Z  - aber nur von den Aufnahmen, bei welchen entweder der Komponist im Vordergrund steht (selten gespielter Autor bzw. Werk) oder hier vom jeweiligen Interpreten nur eine einzige Aufnahme angeboten wird:

Anton Bruckner, Wilhelm Furtwängler, George Gershwin, Gustav Holst, Karl Schiske, Dmitri Schostakowitsch.

Am Ende dieser Unterseite finden sich DIVERSE KOMPONISTEN, also Aufnahmen mit verschiedenen Komponisten (und Interpreten, die nur einmal vertreten sind): Biber, Krommer, Klusak, Fiser, Feld u.a. 

 

Am Ende ist eine Aufstellung NICHT-KLASSISCHE AUFNAHMEN mit Jazz und anderem:

Stan Kenton, Charlie Byrd, Dizzy Gillespie, Modern Jazz Quartet, Ní Scolaí u.a.

 

Doppeleinträge nach Interpret UND Komponist gibt es aus Platzgründen bis jetzt noch nicht - jede Einspielung ist also nur EINMAL aufgeführt. Somit ist ein gesamtes Durchstöbern empfehlenswert!

 

 

 

Die Auswahlkriterien dieser rein subjektiven Transfer-Sammlung (welche ständig erweitert wird) sind:

 

- Komponist (selten gespielt oder quasi unbekannt)

- Werk (selten gespielt oder quasi unbekannt)

- Interpretation (herrausragend, rezeptionsgeschichtlich oder historisch bedeutend)

- Aufnahmeklang

- für einen Transfer geeignete LP als Quelle vorhanden

- bis dato keine oder nur mäßig remasterte CD-VÖ

- hohe Wahrscheinlichkeit, dass kein offizieller Transfer erscheinen wird

 

Unberücksichtigt sind Einspielungen, die gut für CD remastert auf dem Markt vorliegen oder früher erschienen sind - mit wenigen Ausnahmen, da am Gebrauchtmarkt sehr vieles noch greifbar ist.

 

ANREGUNGEN sind mir willkommen! - evtl. mit zur Verfügungstellung von Klangquellen (LP, DAT, MC, CD)

 

Gedanken zu privaten LP-Backups auf CD

 

Die Arbeiten (semi)professioneller Anbieter von CD-Veröffentlichungen, welche nicht von den originalen Labels herausgegeben sind, nehmen in der klassichen Musik am Beachtung und Bedeutung zu. Die äußeren Umstände, welche diese Entwicklung begünstigen, sind einigermaßen klar ersichtlich:

- Übersättigung an digitalen Neueinspielungen bzw. Ernüchterung bez. digitaler "Steigerung" des Musikerlebens 

- gestiegenes Interesse an bzw ungebrochene Wertschätzung von historischen Einspielungen 

- auslaufende Rechte an älteren Aufnahmen

- deutlich kostengünstiger gewordene Möglichkeit, technisch hochwertige LP-Transfers auf CD zu erstellen 

 

Doch weshalb semiprofessionelle / private CD-Transfers zu Zeiten, in denen die großen Labels doch soviel ältere Aufnahmen wiederveröffentlichen - und das auch noch von originalen Master? Hier dazu ein paar Anmerkungen:

 

VERGESSENE AUFNAHMEN UND QUALITATIVE MÄNGEL BEI OFFIZIELLEN WIEDERVERÖFFENTLICHUNGEN

 

Trotz eifriger Aktivitäten der Major-Labels gibt es immer noch eine Unzahl von wichtigen älteren Einspielungen, die nicht auf CD erschienen sind - und manche davon werden wohl auch nie auf CD veröffentlicht werden.

 

Zudem leiden manche dieser offiziellen Ausgaben durch Unachtsamkeiten der Übertragung des analogen auf ein digitales Medium in der Qualität. Radikale Veränderung des originalen Klangbilds (Raumakustik) und besonders häufig der Wegfall klanglicher Details durch eine Beschneidung des Frequenzspektrums in leisen Bereichen (um jegliches Rauschen zu eliminieren) nehmen der originalen Quelle die Kraft, Klarheit und das ganz Besondere der klanglichen und interpretatorischen Qualität.

 

Somit tragen solch gut gemeinte Veröffentlichungen oftmals leider nicht zur künstlerischen und Musikliebhabern angemessenen Präsentation des originalen Tondokuments bei. Denn wer Möglichkeiten eines direkten Vergleichs einer misslungenen CD-Veröffentlichung mit der entsprechenden älteren LP-VÖ hat ist eher enttäuscht und wer diese Aufnahmen nur auf CD kennenlernt, kann bei unachtsamen Transfers oft nicht den Wert der Einspielungen und somit den Sinn derer Veröffentlichung erkennen.

 

EIGENHEITEN, ANSPRUCH UND KOMPROMISSE BEI ÜBERTRAGUNGEN VON LP AUF CD

 

Aus diesen beiden Gründen habe ich begonnen, ausgesuchte LP-Aufnahmen auf CD zu transferieren. Dabei hat für mich höchste Priorität eine intelligente und kreative Umsetzung eines oftmals nötigen Kompromisses von der Qualität des bekannten LP-Klangbilds und den spezifischen Eigenheiten der digitalen Wandlung auf CD. So ist es bei LP-Transfers z.B. manchmal nicht möglich, das Medium Schallplatte völlig unhörbar zu machen, besonders weil die Schwächen der LP auf CD deutlicher zu Tage treten als auf der LP selbst.

Meist ist das Hörerlebnis stärker, wenn ein minimaler Anteil "LP-Flair" erhalten bleibt (zumeist Rumpeln oder Granulatrauschen): nicht aus Gründen der Nostalgie, sondern damit - wie schon erwähnt - die Kraft, Plastizität, Vitalität und der Detailreichtum des Originals nicht verloren gehen. 

Jeder einzelne Transfer fordert die Entscheikdung, welche Art von Kompromiss eingegangen werden sollte.

 

Was im einzelnen zu beachten ist, möchte ich wegen des Umfangs des Themas nur in Stichworten ansprechen:

 

- Zustand der LP (Störungen, Verzerrungen, Sauberkeit, Planheit, Blasen, Wellen, mittiges Loch, Pressfehler)

 

- Geschwindigkeit bzw Tonhöhe (LP ist u.U. nicht genau im Tempo und somit mit falscher Tonhöhe produziert)

 

- optimale Pegelung (Lautstärkenausnutzung) und Equalizing (Frequenzgang) beim digitalen Transfer.

 

- Prüfung und Tests zur Verwendung eventuell nötigen Declickings (Knackser-Reduzierung) oder Noisereduction (Rauschminderung). So etwas ist sehr sorgsam zu bedenken, denn über Kopfhörer klingen diese Verfahren u.U. verführerisch gut, aber der Eindruck über Anlage kann dann doch enttäuschend sein, da den Aufnahmen damit Wesentliches an Impuls, Direktheit und somit Vitalität genommen werden kann, selbst wenn die vom Programm erkannten informationen in der Höhe nicht oder kaum angetastet werden.

Es empfiehlt sich ein Testen über längeren Zeitraum mit einigen längeren Pausen (vielleicht sogar Tage), da sich das Hören des Remasterers innerlich dem gewünschten Klangbild anpasst, aber Tage später dieses gewünschte und erzielte Ergebnis dann doch enttäuschen kann.

 

- Trotz hochwertiger PC-Programme zum Entfernen von Störungen nicht die Mühe konventioneller manueller Bearbeitung scheuen! Je intensiver manuell bereinigt wird (z.B. Knackser im 1000stel Sekunden Bereich, kurze tieffrequente Impulse usw.), desto sparsamer können dann die PC-Programme eingestzt werden. Das hilft schon per se das originale Klangbild zu erhalten.

 

- Immer wieder die Überlegung, ob es wünschenswert und sinnvoll ist, das bekannte Klangbild der jeweiligen Platte auf der CD zu erzielen. CDs haben physikalisch ein anderes Klangverhalten und bringen somit auch für den Hörer physiologisch ein andere Wahrnehmung mit sich. In diesem Bereich ist viel Intuition vom Remasterer erforderlich. Die eine LP kann fast quasi 1 zu 1 auf CD umgesetzt werden, eine andere scheinbar auf den ersten Höreindruck sehr ähnliche Aufnahme erfordert möglicherweise dann doch eine neu durchdachte Umsetzung.

 

PROBLEME DES REMASTERERS BEIM TONBAND-TRANSFER

 

Offizielle VÖs haben seit den Zeiten der Bandaufzeichnung natürlich nicht die spezifischen Probleme, welche die Übertragung von Schlallplatte mit sich bringen kann - zumindest wenn die orginale Schallquelle Tonband noch zur Verfügung steht. Es kommt aber auch immer öfters vor, dass das originale Mster-Magnettonband wegen Qualitätsverlust nicht mehr zu nutzen ist (z.B. musste die letzte VÖ des Solti-Rings von 2012 auf das Mastering von 1997 zurück greifen) oder ganz verloren gegangen ist.

 

Auch wenn Granulatrauschen oder mechanische Fehler der LP-Pressung bei offizielle Analog-auf-Digital Transfers von Tonband wegfallen, so ist der Remasterer hier dennoch mit einer Fülle von Probleme konfrontiert, welche einen wachen einfühlsamen Einsatz aller technischen Möglichkeiten der Rauschunterdrückung und Beeinflussung des Frequenzspektrums benötigen: Tapehiss (also Bandrauschen), die passende Bandmaschine und korrekte Einstellung der Spur, Distorsions (Klangverzerrungen) minimieren, richtige Tonhöhe, Umgang mit Bandfehlern (Quietschgeräusche, Tonhöhenschwankungen, Dynamik und Frequenz der einzelnen Kanäle), Brummen, dem durch Alterung des Masterbandes bedingten Verlust von Höhen, Umgang mit Kopiereffekten (Vor-,  Nachechos) der lange nicht mehr bewegten Bänder usw.

 

DER LP-TRANSFER KANN AUCH VORTEILE BRINGEN

 

Es kann durchaus ein Vorteil sein, wenn der Remasterer eines LP to CD Transfer auf die Vorarbeit der Techniker zurückgreifen kann, die schon vor Jahrzehnten von noch besser erhaltenem Ausgangsmaterial bereits die Arbeit des Transfers vom Master auf das Konsumer-Format getan haben. Wie bei einem guten Fotoabzug von einem Negativ kann eine gut überspielte, einwandfrei gepresste und gut erhaltene LP nahezu die gesamte information des originalen Masters enthalten. Die Kunst des Transfers auf CD ist diese orginale Information zu erkennen und deren optimale Umsetzung zu erreichen.

 

GRENZEN DER MÖGLICHKEITEN VON LP-TRANSFERS

 

Auch wenn bei einigen meiner hier von LPs vorgenommenen CD-Transfers deutliche Verbesserungen bezüglich des hie und da mangelhaft durchgeführten Transfers von Tonband oder Schellack-Platte auf LP erzielt werden konnten, so berührt das nicht die Substanz der Tonquelle. Ein LP-Transfer kann nicht das leisten, was bei einem wirklich sorgfältigen Remastering von den originalen Quellen Tonband oder Schellack-Platte möglich wäre.

 

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KRITERIEN DER AUSWAHL DER AUFNAHMEN

 

Manche der hier nach und nach ausgestellten Transfers sind berühmte, jedoch nie auf CD erschienene Platten, andere sind mittlerweile leider kaum mehr bekannte hervorragende Interpetationen. Wieder andere habe ich wegen des selten gespielten oder sonst gar nicht in Aufnahmen greifbaren Repertoires ausgewählt. 

 

GESTALTUNG DER CDs

 

Wenn immer möglich, habe ich bei der Gestaltung der CDs die originalen LP Cover (möglichst frühe Ausgaben) und deren Rückseiten verwendet. Ebenso ziert das originale Label - also die Beklebung der Vinyl-Platte selbst - die bedruckbare CD-Seite. Die Innenseite des Coverfaltblatts enthält (nur wenn es sinvoll ist und verwertbares Material vorhanden ist) weitere  Informationen zur Aufnahme wie Zeitangaben und Aufnahmedaten oder einen lesbaren Abdruck bzw. Übersetzung der Plattenrückseite. Als CD Trägermaterial verwende ich hochwertige und langlebige CD-Rohlinge, was auch jedem anderen ambitioniertem "Konservierer" empfehlen würde. 

 

Zum Thema Verkauf von privaten LP-to-CD Transfers

 

Diese Gallerie meiner LP-Transfers ist ein Angebot für Kenner älterer Aufnahmen oder Klassikliebhaber, welche interessiert sind, um sich informieren zu können. Neben den LP-Zusammenstellungen gibt die originale Coverart zu entdecken, welche ich so aufbereitet habe, dass der optische Eindruck einwandfrei neu ist. Zudem gibt es Infromationen zu den Aufnahmen selbst, den Fertigungs-Zustand der originalen LPs  und die Besonderheiten des jeweiligen Transfers auf CD. Über all das tausche ich mich auch gerne persönlich mit jedem Interessierten aus. Manche Interpreten und viele Einspielungen sind ja mittlerweile so unbekannt, dass deren Existenz selbst im Internet kaum noch zu recherchieren ist.

 

Leider gibt es nicht die Möglichkeit, hier CDs der LP-Transfers in der hier gezeigten Gestalt zu kaufen, obwohl ich aus Spielerei und Eifer (ich bin ja selbst CD-Produzent) für mich privat je ein Exemplar hergestellt habe, das auch von der Optik her von der originalen Herstellerfirma so als CD produziert sein könnte. Aber genau da liegt das Problem: Originale Coverart und Labels sind geschützt und nicht frei verfügbar! Was freigegeben ist, sind jegliche Aufnahmen, welche vom originalen Rechteinhaber bis zum 12. Dezember 1962 veröffentlicht wurden.

Ich kann bei Interesse diesen Teil der Transfers als Blanco-CD ungelabelt und ohne orginale Coverart abgeben.