F Ü R   M U S I K L I E B H A B E R

 

                                                 CD-Transfers von LPs

 

INTERPRETEN  A - Z

 

ISOLDE AHLGRIMM  (Cembalo)

 

J.S. Bach: Cembalowerk Vol.1 - Isolde Ahlgrimm, Cembalo (Ph 10 LPs, Transfer auf 7 CDs)

Hervorragende Mono-Aufnahmen, die für die LP-Veröffentlichung stereophonisert wurden, was einen seltsam klaustrophobischen engen Raumklang ergab. Nach der Rückführung für diesen CD-Transfer in das originale Format besitzen die großartigen Einspielungen wieder ihre ursprüngliche Klarheit und Kraft. Der durchweg vorhandene Brumm konnte deutlich minimiert werden, sodass er nicht mehr stört.

 

 

J.S. Bach: Cembalowerk Vol.2 - Isolde Ahlgrimm, Cembalo (Ph 10 LPs, Transfer auf 7 CDs)

Hervorragende Mono-Aufnahmen, die für die LP-Veröffentlichung stereophonisert wurden, was einen seltsam klaustrophobischen engen Raumklang ergab. Nach der Rückführung für diesen CD-Transfer in das originale Format besitzen die großartigen Einspielungen wieder ihre ursprüngliche Klarheit und Kraft. Der durchweg vorhandene Brumm konnte deutlich minimiert werden, sodass er nicht mehr stört.

 

 

J.S. Bach: Cembalokonzerte - Isolde Ahlgrimm, Cembalo (Ph 1 LP, Transfer auf 1 CD)

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G.F. Händel: Cembalo Suiten - Isolde Ahlgrimm, Cembalo (Ph 1 LP, Transfer auf 1 CD)

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BOSTON SYMPHONY ORCHESTRA  (Orchester)

 

LEINSDORF / BSO  (Orchester)

 

Haydn: Sinfonien Nr. 93 + 96 - Leinsdorf / BSO (RCA 1 LP, Transfer 1 CD)

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Berg: Wozzeck (Drei Fragmente) + Le Vin - Leinsdorf / Ph.Curtin / BSO (RCA 1 LP, Transfer 1 CD)

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Ginastera: Klavierkonzert + Variaciones concertantes - Leinsdorf / Martins /BSO (RCA 1 LP, Transfer 1 CD)

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Schuller: 7 Klee-Studien + Strawinsky: Agon - Leinsdorf / BSO (RCA 1 LP, Transfer 1 CD)

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CHICAGO SYMPHONY ORCHESTRA  (Orchester)

 

KUBELIK / CSO  (Orchester)

 

Eine ganz eigene Klasse für sich. Späte Monoaufnahmen mit perfekter Orchesterbalance und tiefer Räumlichkeit  - mit einem einzigen Mikrophon aufgenommen. Einzigartige Zeugnisse des Chicago Symphony Orchestras und der damaligen Akkustik der Orchestra Hall.

Die 4 CDs, die bei Universal vor längerer Zeit veröffentlicht wurden sind (trotz der Produzentin Cosma Fine?) entweder nicht optimal remastered oder klingen wegen des weiteren Verarbeitungsprozess bis hin zur User-CD eher hart und scharf. Die hier vorgestellte Hälfte der Einspielungen ist offiziell noch gar nicht auf CD erschienen.

Die bei Universal auf CD nicht herausgebrachten Mercury-Aufnahmen von Kubelik und Dorati mit dem CSO sind bei Haydn House und Forgotten Records (und noch ein zwei anderen eher privaten Labels) erschienen. Wie die offiziellen VÖs weisen auch diese privaten oder semi-professiinellen Transfers Schwachpunkte auf.

Ich habe mich bei meinen Transfers so gut es ging am originalen LP-Klang orientiert und dafür auch das hörbare Medium (Oberflächengeräusche) in Kauf genommen, damit bezüglich Höhen, Tiefen und der entspannten Fülle des Klangs samt der Räumlichkeit der wunderbaren Akkustik möglichst nichts verloren geht. Nach sorgfältigen Vergleichen habe ich mich für unterschiedliche LP-Quellen entschieden - z.T. frühe Pressungen, z.T. spätere Nachpressungen. Bei der optischen Gestaltung bin ich aber bei den Erstausgaben geblieben.

 

 

Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung - Kubelik / CSO (Mercury 1 LP, Transfer auf 1 CD)

MG50000 -

 

 

Bartok: Musik für Saiteninstr. / Bloch: Conc. grosso - Kubelik / CSO (Mercury 1 LP, Transfer auf 1 CD)

MG50001 - Auf CD wurde von Universal nur Bartoks Musik für Saiteninstrumente übernommen. Das Concerto Grosso (Nr.1) von Bloch wurde von den Labels Haydn House und Forgotten Records veröffentlicht.

 

 

J. Brahms: Sinfonie Nr.1 - Kubelik / CSO (Mercury 1 LP, Transfer auf 1 CD)

Auf CD bis dato nur in privaten CD-Transfers von Haydn House und Forgotten Records vor.

 

 

W.A. Mozart: Sinfonie Nr.34 + Nr. 38 - Kubelik / CSO (Mercury 1 LP, Transfer auf 1 CD)

Auf CD wurde von Universal nur die Sinfonie Nr. 38 übernommen. Die Sinfonie Nr. 34 wurde von den Labels Haydn House und Forgotten Records veröffentlicht.

 

 

P. Tschaikowsky: Sinfonie Nr.4 - Kubelik / CSO (Mercury 1 LP, Transfer auf 1 CD)

Auf CD bis dato nur in privaten CD-Transfers von Haydn House und Forgotten Records vor.

 

 

P. Tschaikowsky: Sinfonie Nr.6 - Kubelik / CSO (Mercury 1 LP, Transfer auf 1 CD)

Auf CD bis dato nur in privaten CD-Transfers von Haydn House und Forgotten Records vor.

 

 

Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung + Tschaikowsky: Sinf. 6 + Mozart Sinf. 38 + Smetana: Moldau u Aus Böhmens Hain und Flur - Kubelik / Chicago Symph. Orch. (Mercury 3 LPs, Transfer auf 2 CD)

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Tschaikowsky: Sinf. 4 + Dvorak: Sinf. 9 + Hindemith: Sinfonische Metamorphosen + Bartok: Musik f. Saiteninstrumente, Schlagz. u Celesta - Kubelik / Chicago Symph. Orch. (Mercury 3 LPs, Transfer auf 2 CD)

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CHICAGO SYMPHONY ORCHESTRA  (Solisten + Kammermusik)

 

Z. Kodaly: Streichquartett Nr.1 und Nr.2 - Chicago Symphony String Quartet (Vox 1 LP, Transfer auf 1 CD)

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Schumann Saint-Saens Poulenc Tansman -  Still (Ob) Turkovic (Fg) Perry (Pf) (Tel. 1 LP, Transfer a 1 CD)

Die drei Schumann Romanzen und das Poulenc Trio mit Ray Still, dem herausragenden Oboisten des Chicago Sympony Orchestras. Zudem Milan Turkovic, welcher damals Solo-Fagottist der Wiener Symphoniker war, als Triopartner und mit der Saint-Saens Sonate und als Solist in der Tansman Sonatine. Die Platte von 1978 wurde von Teldec nicht als CD veröffentlicht.

 

 

FINE ARTS QUARTET  (Streichquartett)

 

J.S. Bach: Die Kunst der Fuge - Fine Arts Quart & NY Woodwind Quint (Concert Disc 2 LPs, Transf auf 2 CDs)

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J. Haydn: große Streichquartette - Fine Arts Quartet (Vox/FSM 9 LPs, Transfer auf 6 CDs)

Eine unverzichtbare nie auf CD erschienene Einspielung von 21 Streichquartetten von Joseph Haydn!

 

zum Transfer:

Die Aufnahmen sind in Stereo (ca. 1966-1972) und bezüglich Balance und Raumklang sehr gut gelungen. Leider wurden die originalen Bänder für den deutschen LP-Transfer von FSM anscheinend nicht aufbereitet, sodass auf der CD nach Reduzierung des Brumms aller Aufnahmen und des Rumpelns bei zwei Plattenseiten zumindest über Kopfhörer einige Mängel (hie und da ein schwächerer linker Kanal, Schwankungen in der Kanal-Balance und dem Frequenzgang, leichte Verzerrungen usw.) zu hören sind. Ein gutes Remastering könnte den originalen Bändern wohl noch manche Schönheit entlocken. Für mich ist bezüglich Stereo-Aufnahmen diese Einspielung mit dem Fine Arts Quartet aus Chicago konkurrenzlos in der künstlerischen Durchdringung und der (teilweise durch die extreme Homogenität des Spiels orchestral wirkenden) Klanglichkeit.

Der CD-Transfer erhält alle Detailfreudigkeit und Frische der Interpretationen, welche die LP-Quelle birgt.

 

 

F. Mendelssohn: Kammermusik - Fine Arts Quartet (Concert Disc 3 LP, Transfer auf 2 CD)

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L. Spohr:  Nonett - Fine Arts Quartet & NY Woodwind Quintet (Musicaphon / Conc Disc 1 LP, Transf. auf 1 CD)

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Dvorak: Quintett op. 81 -  Fine Arts Quartet, Glazer (Concert Disc 1 LP, Transf 1 CD)

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Debussy + Ravel: Streichquartette -  Fine Arts Quartet (Concert Disc 1 LP, Transf 1 CD)

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E. Bloch: Quintett - Fine Arts Quartet, Glazer (Concert Disc 1 LP, Transfer auf 1 CD)

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Hindemith:  Str.Quart. # 3(#4) + Bloch: Str.Quart. #5 -  Fine Arts Quartet (Concert Disc 1 LP, Transf 1 CD)

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FERNANDO GERMANI  (Orgel)

 

J.S. Bach: Orgelwerke - Fernando Germani, Orgel (EMI 4 LPs, Transfer auf 3 CDs)

Die monauralen Einspielungen von J.S. Bach Orgelwerken mit Fernando Germani bei der EMI. Von dem großen Organisten sind bis Dato kaum Aufnahmen auf CD erschienen. Von den Bach Aufzeichnungen durch die EMI sind nur Teile der stereophonen Einspielungen veröffentlicht.

 

zum Transfer:

Die französische stereophonisierte 3 LP-Ausgabe konnte durch Rückführung in ein klares, substanzvolles Mono mit dem definierten ursprünglichen Raumklang klanglich deutlich verbessert werden. Der Klang ist vitaler und die Klangpyramide (das richtige Verhältnis von Bässen zu Höhen ) stimmt wieder.

 

 

M. Reger: Orgelwerke - Fernando Germani, Orgel (Fonit Cetra 6 LPs, Transfer auf 4 CDs)

Sehr gesuchte rare LP-Box mit vielen Hauptwerken Max Regers in Rundfunkaufnahmen von Fernando Germani interpretiert. Der (bis auf eine Ausnahme) stereophone Klang reicht von sehr gut bis ausgezeichnet und ist nicht mit privaten Bootlegs zu vergleichen, da es sich um klanglich hochwertige Rundfunk-Produktionen handelt. Die verwendete Orgel steht in eher trockener Akustik, was beim dichten Geflecht von Regers Musik nur von Vorteil ist. Eine Aufnahme der wichtigsten Orgelwerke des Komponisten, die m.E. so expressiv und mitreißend wohl nie mehr zu hören sein wird . . .

 

zum Transfer:

Die italienische Fonit Cetra Pressung war sehr gut (plan, keine Blasen, gutes Granulat). Nur bei einem Teil der Aufnahmen sind leichte bis mittlere Verzerrungen vorhanden (Die nicht mehr aufzufindende 6LP-Box ist auch nicht mehr "pristine"), aber alles ist in akzeptablen Rahmen. 4 CDs - randvoll mit herrlicher Musik.

 

 

WANDA LANDOWSKA  (Cembalo)

 

J.S. Bach: Das Wohltemperierte Klavier I + II - Wanda Landowska, Cembalo (RCA 5 LPs, Transf. auf 4 CDs)

Sowohl die CD-Veröffentlichung durch BMG, dann Sony und auch Naxos befriedigen nicht allzu sehr, was aber durchaus an den mäßigen originalen Quellen liegt. Davon ist natürlich auch dieser Transfer hier betroffen. Um nichts von dem entspannt silbrigen Klang der Höhen zu nehmen, von denen jegliche Cembaloaufnahmen leben, wurden hier Ticks ausschließlich manuell entfernt. Somit gibt es keine Höhenbeeinträchtigung und das Klangbild ist zwar nach wie vor im schmalen Frequenzband, aber "ohrfreundlich" ohne "Bearbeitungs-Schärfe" zu hören. Aus diesem Grund ist dieser zusätzliche vorliegende CD-Transfer entstanden. 

 

 

J.Haydn: Sonaten - Wanda Landowska, Cembalo (RCA 2 LPs, Transf. auf 2 CDs)

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FRITZ MAHLER  (Dirigent)

 

H. Berlioz: Requiem - Fritz Mahler / Hartford S. O. (Vanguard 2 LPs mono, Transf 1 CD)

H. Berlioz: Requiem - Fritz Mahler / Hartford S. O. (Vanguard 2 LPs mono, Transf 1 CD)

Eine sehr ansprechende und berührende monaurale Alternative zu der stereophonen Charles Munch Einspielung mit dem BSO und zudem die erste Einspielung in der von Berlioz geforderten Besetzung. Fritz Mahler formte aus dem Hartford Symphony Orchestra ein beachtlich gutes Klangensemble. Die Chöre (Hartford Symph Chorale und Hartt Schola Cantorum) weisen leichte Schwächen auf, was aber auch dem unbequemen Satz von Berlioz geschuldet ist. Der Tenor david LLoyd ist beeindruckend. Der Aufnahmeklang ist leicht verhangen und etwas entfernt, aber gut in der Farbigkeit und der Balance.

 

zum Transfer:

Diese Vanguard Doppel-LP ist fast völlig vom Secondhand-Markt verschwunden. Angesichts des Alters der Aufnahme und ebenso der mehr als 50 Jahre alten Pressung ist der LP-to-CD Transfer sehr gut gelungen. LP1 klingt etwas besser als LP2, bei welcher der Überspielpegel geringer ist und mehr Granulatrauschen zu hören ist.

 

 

J. Brahms: 21 Ungarische Tänze (ohne Nr. 8 + 9) - Fritz Mahler / Hartford S. O. (Decca 1 LP, Transf 1 CD)

Gustav Mahler und Fritz Mahler hatten gemeinsame Urgroßeltern. Wenn auch heute der Musikwelt so gut wie unbekannt, so war auch Fritz ein hervorragender Dirigent. Was als erstes gleich auffällt ist die Natürlichkeit des Musizierens:  nichts ist affektiert, übertrieben oder gewollt. Die Temporelationen sind jederzeit stimmig, die Orchesterbalance perfekt und die Aussage jedes Werks und Satzes klar, ausdrucksvoll und überzeugend. 

 

The Hartford Symphony Orchestra ist zwar quasi Provinz, aber klanglich eher ein amerikanisches "Mittelklasse-Orchester", was höchste Souveränität bedeutet. Homogene Streicher, ausgezeichnete Bläser und Solisten, Kraft und Präzision. Die Kombination von Fritz Mahler und The Hartford Symphony Orchestra erinnern in all den genannten Vorzügen an einen anderen berühmteren Fritz: Fritz Reiner mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra oder vielleicht auch an Maurice Abravanell mit dem Utah Symphony Orchestra.

 

Die Aufnahmen von Fritz Mahler klingen allesamt ausgezeichnet: Orffs Carmina Burana (noch in mono), mehrere Werke von Bloch und Copland, Gustav Mahlers "Klagende Lied" (siehe weiter unten), Purchell, Grétry, Gluck, Rameau und das Berlioz Requiem.

 

Auch die 19 der 21 "Ungarischen Tänze" (Nr. 8 und Nr. 9 wurden nicht aufgenommen) von Johannes Brahms trafen alle die hier beschrieben Vorzüge. Das Wesen der einzelnen Stücke entwickelt sich aus dem inneren, nicht durch aufgesetzte "Feurigkeit" oder ein angestrengt eingesetztes Kolorit. So sind die Stücke tatsächlich sowohl als großartige komposition Brahms als auch als Stücke im Volkston zu hören.

Es handelt sich hier meines Wissens um Fritz Mahlers einzige Einspielung für Decca, die anderen sind für das Label Vanguard entstanden. 

 

zum Transfer:

Die erste mir zugängliche Quelle war eine französische Stereo-LP. Obwohl es sich um eine sehr ruhig laufende 180 Gramm Pressung handelt, so ist die Überspielung doch mit einem gewaltigen 45Hz-Brumm versehen, den ich mit -18 Dezibel entfernen konnte. Das Tonsignal ist zudem schwach ausgesteuert, aber auch dessen Anhebung war kein Problem. Nur den deutlch gebrauchten Zustand der Platte mit jeweils gegen Ende der Seiten leichten bis mittleren Verzerrungen in Form von Knistern durch das Abspielen mit einer offensichtlich nicht einwandfreien Nadel hätte ich nur um den Preis einer Tonhöhenbeschneidung und einer deutlich geschwächten Vitalität der Aufnahme noch mehr minimieren können.

Ich habe dann doch noch das letzte Exemplar einer US-Stereopressung erwerben können, welche ebenso mit starkem Brumm vesehen ist aber deutlich weniger verzerrungen aufweist. Von dieser LP habe ich den LP-to-CD Transfer vorgenommen. Auch hier habe ich mich gegen eine weiterreichende Bearbeitung entschieden, da die Aufnahme sonst quasi "tot-gesäubert" worden wäre. Die Artefakte sind (zumindest für LP-Hörer) noch erkennbar, aber sie sind nicht störend.

 

Ich schätze die Qualität der Aufführung so hoch ein, dass ich trotz dieser kleinen Einschränkungen den Transfer vertreten kann. Eine veröffentlichung durch Decca mit heutigen Möglichkeiten, mit Hilfe der ein originales Band noch stärker seine Feinheiten Preis gibt als auf dieser LP, würde jedem Hörer klar machen, dass es sich hier um eine der, wenn nicht die ernsthafteste, leidenschaftlichste, vitalste, seelenvollste und dramatischste Aufnahme der ungarischen Tänze von Brahms handelt!

 

 

G. Mahler:  Das klagende Lied (Version 1899) Fritz Mahler / Hartford S.O (Philips 1 LP, Transfer auf 1 CD)

Gustav Mahler und Fritz Mahler hatten gemeinsame Urgroßeltern. Wenn auch heute der Musikwelt so gut wie unbekannt, so war auch Fritz ein hervorragender Dirigent. Was als erstes gleich auffällt ist die Natürlichkeit des Musizierens: da ist nichts affektiert, übertrieben oder gewollt. Die Temporelationen sind jederzeit stimmig, die Orchesterbalance perfekt und die Aussage jedes Werks und Satzes klar, ausdrucksvoll und überzeugend. 

 

The Hartford Symphony Orchestra ist zwar quasi Provinz, aber klanglich doch ein amerikanisches "Mittelklasse-Orchester", was höchste Souveränität bedeutet. Homogene Streicher, ausgezeichnete Bläser und Solisten, Kraft und Präzision. Die Kombination von Fritz Mahler und The Hartford Symphony Orchestra erinnern in all den genannten Vorzügen an den anderen berühmteren Fritz: Fritz Reiner mit dem Pittsburgh Symphony Orchestra oder vielleicht auch an Maurice Abravanel mit dem Utah Symphony Orchestra.

 

Die Aufnahmen für Vanguard (hier als LP-Cover abgebildet eine Übernahme von Philips - der Transfer stammt aber von einer Vanguard Stereo-LP) und Decca klingen allesamt ausgezeichnet:

Orffs Carmina Burana (noch in mono), mehrere Werke von Bloch und Copland, Brahms Ungarische Tänze (siehe weiter oben), Purchell, Grétry, Gluck, Rameau und das Berlioz Requiem.

 

Besonders reizvoll ist natürlich die (erste) Stereo-Aufnahme der revidierten (also zweisätzigen) Fassung von "Das Klagende Lied" - schon wegen der persönlichen Verwandschaft mit dem Komponisten. Und tatsächlich hört man hier eine besonders ehrliche und intensive interpretation mit aller Leidenschaft und Intensität. Auffällig ist der frische, jugendliche und verzweifelt glühende Ton, den bezüglich der revidierten Fassung so nur noch ein paar Jahre später Wyn Morris in seiner Einspielung getroffen hat. Hier wird nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern erlebt und durchlitten!

 

 

WYN MORRIS  (Dirigent)

 

Wyn Morris hat leider keinen kompletten Zyklus der Mahler Sinfonien hinterlassen, doch die Einspielungen der 1ten, 2ten, 4ten, 5ten 8ten, 9ten, 10ten (zweite Deryck Coooke Version), des Klangenden Lieds und der Wunderhornlieder sind in ihrer Weise unvergleichlich und m.E. unverzichtbar. Morris hört in der motivischen Bedeutung, der Harmonie und den Farben bei Mahler Details, die den meisten anderen Dirigenten verborgen bleiben oder zumindest bei deren Aufnahmen so nicht hörbar sind. Zudem lässt er der Musik genau die Zeit, die sie zur Entwicklung benötigt - also meist mehr Raum als andere Dirigenten.

Anmerkung:

Meine CDs (Transfers) der Mahler Aufnahmen mit Wyn Morris sind mit ungewöhnlich vielen Track-Nummern versehen. Einerseits deshalb, da sich bei Morris besonders gut die Struktur und innere Logik der Musik Mahlers erkennen lässt, anderseits aus dem Grund, um bestimmte klangliche Phämoneme direkt abrufbar zu machen.

 

G. Mahler: Sinfonie Nr.2 - Wyn Morris / Symphonica of London (Sym 2 LPs, Transfer auf 2 CDs)

Das Symphonica of London ist ein handverlesenes Orchester, das sich aus den besten Musikern der Orchester der Stadt zusammensetzt und das auch auf dieser Aufnahme unter Beweis stellt. Eine breite, aber nie langsam oder gar schwerfällig wirkende Aufführung. Herausragende Produktion, Aufnahmeort ist eine Londoner Kirche.

 

Verbesserungen gegenüber den LPs:

Das etwas basslastige Klangbild konnte ich mittels Equalizing ausgewogener gestalten und natürlich habe ich den auf zwei LP-Seiten verteilten fünften Satz hier auch natlos zusammengefügt. 

Auch wenn der Zustand der LP "pristine" war (neu und versiegelt), so war die Pressung anscheinend schon in der Fertigung nicht ganz makellos. Leichte Schleifgeräusche oder andere zeitweilige minimale Störungen konnten nicht restlos beseitigt werden, da sonst die klangliche Qualität der Aufführung gelitten hätte.

 

Anmerkung:

Um Mahler gerecht zu werden, habe ich auch auf eine sinnvolle Aufteilung der Sätze auf die zwei CDs geachtet: Mahler hat für die "Auferstehungs Sinfonie" in der Partitur die Anweisung vorgeschrieben, das nach dem (aus der Tondichtung "Todtenfeier" hervorgegangen) Kopfsatz eine Pause von fünf Minuten zu machen sei. Da das Werk bei einer Aufführungsdauer von mehr als 80 min auf zwei CDs verteilt wird, ist durch die Anweisung im Grunde zwingend notwendig, den ersten Satz auf eine CD zu plazieren und die restlichen 4 Sätze auf die weitere CD.

 

 

G. Mahler: Sinfonie Nr.8 - Wyn Morris / Symphonica of London (Sym 2 LPs, Transfer auf 2 CDs)

Eine grandiose Einspielung der Achten und vielleicht Wyn Morris bedeutendste Platte überhaupt. Ein unglaublich breit angelegter Adagio-Teil zu Beginns des zweiten Teils (Schlussszene aus Goethes Faust), was aber durch die Fülle an klanglichen Ereignissen und Entdeckungen von bis dato Ungehörtem oder Unverständlichem überhaupt nicht auffällt. Die Doppel-LP des Labels Symphonica diente für den Transfer als klanglicher Maßstab nur zum Abgleich, die Quelle selbst war der von IMP herausgegebene CD-Transfer.

 

Verbesserungen gegenüber den IMP-CDs:

Bei der klanglich gut gelungenen Veröffentlichung durch IMP fehlten leider sinnvolle Tracknummern und störend und völlig unnötig war die Verteilung des 2.Teils auf zwei CDs. Bei meinem Transfer ist auf der ersten CD der erste Teil, auf der zweiten CD der zweite Teil zu hören. Die Aufführungsdauer beträgt bei Wyn Morris 93 Min!

 

G. Mahler: Sinfonie Nr.9 - Wyn Morris / Symphonica of London (Sym 2 LPs, Transfer auf 2 CDs)

Auch diese Doppel-Platte des Labels Symphonica diente für den Transfer als klanglicher Vegleichsmaßstab, die Quelle selbst war wiederum IMP CD-Transfer. Klanglich nicht ganz so überzeugend wie die 8te konnte ich diese 9te durch einen leicht modifizierten Frequenzgang das Dunkle und Basslastige nehmen. Zudem habe ich auch hier zusätzliche Tracknummern hinzugefügt. In meinem Transfer ist auf der ersten CD der erste Satz, auf der zweiten CD sind die restlichen drei Sätze. Zudem ist als Bonus die Große Fuge von Beethoven der 9ten Mahler vorangestellt, die ebenso auf der IMP Veröffentlichung beigegeben war.

 

G. Mahler: Sinfonie Nr.10 - Wyn Morris / New Philharmonia London (Philips 2 LPs, Transfer auf 2 CDs)

Die Geschichte der CD-VÖs der Mahler 10ten (zweite vollständige Aufführungsversion von Deryck Cooke) mit Wyn Morris gleicht einer Odyssee. Die bei Philips erschienene Doppel-LP war klanglich gut, aber das verwendete Vinyl anscheinend extrem empfindlich, sodass mehrmaliges Abspielen schnell zu einer Schädigung der Platten führte. 

Philips hat in den 90ziger Jahren eine Veröffentlichung (zusammen mit der Mahler 8ten mit Haitink) auf einer Doppel-CD angekündigt - aber anscheinend nicht bedacht, dass diese Einspielung nicht auf eine CD passt. Diese Ausgabe kam dann nicht zustande. Vor einigen Jahren ging dann Philips entgültig im Label Decca unter dem Dach von Universal als eigenständiges Label auf (und auch unter) und eine VÖ der 10ten mit Morris war dort bis dato nicht wieder im Gespräch.

Erst in Jahr 2003 erschien beim Label Scribendum zusammen mit der Mahler 8ten mit Eduard Flipse überhaupt eine CD-VÖ der 10ten mit Wyn Morris, allerdings doch mit herb enttäuschendem klanglichen Ergebnis. Das Weiche der LPs von Philips wich stumpfen undifferenzierten Höhen, der eigentlich volle Klang war nun eng und scharf.

20 Jahre später kam auf Doppel-CD beim semiprofessionellen Label HDTT Tape Transfers eine Ausgabe heraus, welche von den kommerziellen User-Tonbändern erstellt wurde. Dieser Transfer diente als Grundlage für meine CD Überspielung - allerdings mit leichten Veränderungen im Frequenzgang. Meine Absicht war dabei, klanglich der LP-Ausgabe von Philips möglichst nahe zu kommen.   

 

 

NEW YORK WOODWIND QUINTET  (siehe auch FINE ARTS QUARTET)

 

F. Danzi: 3 Quintette - New York Woodwind Quintet (Nonesuch 1 LP, Transfer auf 1 CD)

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Taffanel: Quintett + Francaix: Quintett - New York Woodwind Quintet (Everest 1 LP, Transfer auf 1 CD)

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Hindemith: Quintett + Danzi: Quintett op.67,2 - New York Woodwind Quintet (Everest 1 LP, Transfer 1 CD)

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HUBERT SCHÖNZELER  (Dirigent)

 

C.M.v. Weber: Sinfonie 1+2 + Turandot Ouv u Marsch - Schönzeler / LSO (RCA 1 LP, Transfer auf 1 CD)

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A. Bruckner: Requiem + Vier Orchesterstücke - Schönzeler / LPO (Unicorn 1 LP, Transfer auf 1 CD)

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ROBERT SHAW  (Dirigent)

 

Britten: A Ceremony of Carols, Rejoice, Festival Te Deum - Shaw / Robert Shaw Choir (RCA 1 LP, 1 CD)

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Poulenc: Gloria + Strawinsky: Psalmen Sinfonie - R. Shaw / Robert Shaw Choir (RCA 1 LP, Transfer 1 CD)

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CARL WEINRICH  (Orgel)

 

J.S. Bach: Orgelwerke BWV 582, 564, 540, 541 - C. Weinrich (RCA 1 LP, Transf 1 CD)

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Händel: Orgelkonzerte op.4 + op.7 - Weinrich / Fiedler / Arthur Fiedler Sinfonietta (RCA 4 LPs, Transf 3 CDs)

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Romantic Organ Music: Brahms Franck Liszt Mendelssohn - C. Weinrich (RCA 1 LP, Transf 1 CD)

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J.S. Bach: Orgelwerke BWV 565, 582, 543, 533 - C. Weinrich (Westminster 1 LP, Transf 1 CD)

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J.S. Bach: Orgelwerke 538, 566, 589, 588 - C. Weinrich (Westminster 1 LP, Transf 1 CD)

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