F Ü R   M U S I K L I E B H A B E R

 

Wilhelm Furtwängler (Komponist) (1886-1954) - Aufnahmen u.a.

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Auf diese Seite hier dreht es sich ausschließlich um Furtwängler als Komponisten (als den sich der Musiker selbst auch in erster Linie empfand) und nicht um seine Tätigkeit als Dirigent.

Furtwänglers Werkkatalog ist nicht umfangreich, was ja angesichts seiner anstrengenden Tätigkeit als Dirigent auch kaum wundert, aber abgesehen von kürzeren frühen kammermusikalischen Sonaten usw. sind alle Hauptwerke großdimensioniert. Was in der Sinfonik vor hundert Jahren nicht selten war, ist bei Violinsonaten mit einer Spielzeit von 50 bis 65 Minuten und einem Klavierquintett mit guten 80 Minuten Dauer schon ziemlich singulär. 

Andere Komponisten hatten und haben es deutlich leichter in der Rezeption, denn die Bewertung Furtwänglers als Komponist wird neben der Komplexität und dem Umfang der Werke auch durch dessen Dirigententätigkeit im 3.Reich erschwert.

 

Wilhelm Gustav Ernst Martin Heinrich Furtwängler (so der volle Name) ist absolut humanistisch aufgewachsen: behütet, vom Privatlehrer unterrichtet und früh in seinem musikalischen Talent erkannt und gefördert. Vom Beginn seiner Entscheidung für Musik an strebt Furtwängler zum Komponisten. Dabei ist symptomatisch, dass sein Debut als Dirgent ein eigenes riesiges Adagio und Bruckners 9te zum Gegenstand hat. 

 

Furtwängler war keineswegs Nationalist (schon und gar kein Nazi!), aber er sieht die deutsche Kultur als ein Kraftzentrum der künstlerischen Entwicklung - in der Historie und Gegenwart. Wäre Furtwängler eine Generation früher geboren, so hätte das nicht zu folgenschweren persönlichen Konsequenzen geführt. Furtwängler hatte aber das Pech wie viele andere Künstler bei der Manifestation des Dritten Reichs vor die Entscheidung gestellt zu sein, auszuwandern oder in Deutschland zu bleiben Das politische Deutschland entwickelte sich offensichtlich diametral zu allen humanistischen Werten. Furtwängler wollte den Menschen in seiner Person durch sein Bleiben ein Gegenbild aufzeigen und Hoffnung geben - und die große Musik wahren und beschützen. Das unterscheidet ihn von senem ebenfalls in der Einstellung wolkigen, um nicht zu sagen verquasten Kollegen Hans Pfitzner, dem die menschlichen Aspekte anscheinend weniger wichtig waren.

 

Furtwängler glaubte an Deutschland, wollte seine etablierte Deutsche Dirigierkarriere nicht aufgeben (seine Schwäche war sicherlich, dass er anderen Dirigenten kaum zutraute, dass diese es wie er "richtig" machen könnten und sich als unverzichtbar für Deutschland hielt) und wollte seine Entscheidung fürs Bleiben sicherlich auch dazu nützen, um "das Schlimmste zu verhindern" (was er nach dem Krieg als Rechtfertigung für sein Bleiben anführte). Und tatsächlich:

Furtwängler hat sich mit Göbbels angelegt (wobei beim "Fall Hindemith" sicherlich auch eine Portion Sturheit und Selbstüberschätzung eine Rolle spielten) - und hat dann dennoch im Kulturstaatapparat mitgewirkt. Er rettete vielen jüdischen und anderen Musikern die Stellung und das Leben, wehrte sich gegen Übergriffe der Partei auf das Kulturleben - und dennoch hat er mit Richard Strauss zusammen die kulturelle Spaltung (Ausschluss von Musikern) befördert.  

 

Furtwänglers Entscheidung zum Verbleib in seiner Heimat Deutschland und seine folgende Rolle im Dritten Reich sind ebenso menschlich verständlich wie auch menschlich angreifbar - wie es wohl jede schwierige menschliche Entscheidung ist. Natürlich machte ihn seine humanistische Vorstellung von der Welt realitätsblind und in der Kombination mit seiner Eitelkeit war er dadurch auch korrumpierbar. Heute ist das in unserer freien Gesellschaft rückblickend alles so einfach zu bewerten. Wenn auch der Mensch / Dirigent Wilhelm Furtwängler durchaus als problematisch angesehen werden kann: unfair war seine Entnazifizierung, mit der ein Exempel statuiert werden sollte: Vom Dirigenten als ungerecht vom "Fall Hindemith" zum "Fall (des) Furtwängler" wahrgenommen ...

Andere, die deutlich mehr "mitgetan" hatten, wurden davon verschont oder zogen sich geschickt aus der Affaire.

 

Mein Ausflug in die Geschichte hat durchaus kompositorische Bezüge, denn die Phasen der äußeren Reibereien (Ämterniederlegung) mit den Nazis und der erzungenen zweijährigen Dirigierverbot in Deutschland als Folge der Entnazifizierung von 1945-47 waren Zeiten großer kompositorischer Produktivität, was auch Auswirkungen auf die in dieser Zeit entstanden Werke hat.

 

Ein Plädoyer für Furtwänglers Kompositionen aus ganzheitlicher Sicht

 

Zeitgenössische Musik?!

 

Furtwängler sagte, dass er sich kompositorisch als "Tragiker" sah. Er trägt aber auch selbst als Mensch durch die Zeitgeschichte stark tragische Züge, was sich meinem Empfinden nach in allen seinen Hauptwerken spiegelt.

Wenn ich nur ein Wort als Motto wählten dürfte, so gäbe ich dem sinfonischen Konzert das Wort "Willen (und Scheitern)", der Sinfonie e-moll "Hoffnung (durch Tradition/Glauben)" und der Sinfonie cis-moll "Resignation (an der Welt)" als Thema.

Alle diese Werke haben (wie auch das Quintett und die zwei großen Sonaten) mit Kampf, rückwärtsgewandter Sehnsucht nach Frieden, Exstase und sprachloser Ausweglosigkeit zu tun. Sie sind somit auch ein Ausdruck der Generation der Verlorenen und Hoffnungslosen, die mit Idealen aufgewachsen sind und im Dritten Reich und besonders danach ihre identität verloren (bzw. diese nie entwickelt) haben. Es ist die Generation unserer (sehr alten) Eltern oder Großeltern, welche naturgemäß auch stark unsere eigene Entwicklung geprägt haben.

 

Furtwänglers Musik mag sich der romantischen Tonsprache bedienen - inhaltlich ist sie absolut Musik ihrer Zeit, auf subtilere Weise als bei anderen damals modernen Komponisten. Ohne in plattes Rationalisieren verfallen zu wollen: Prägt die Sehnsucht nach Volk, Identität, Größe, Heimat und nach Harmonie nicht auch heute noch viele Menschen? Beklagt nicht die AfD den Verlust an Werten? Bestimmt nicht gerade manche von Zukunftsängsten geprägte Strömungen in Europa der Wunsch nach Rückzug in die geschützten eigenen Staatsgrenzen? 

 

Dass das kein Weg der Lösung ist, können und wollen viele nicht verstehen - ebensowenig wie auf der anderen Seite das Ausgrenzen der Protestbewegung auch eine Illusion ist. Auch Furtwängler spaltet die kleine Gemeinde der Musikliebhaber. Sowohl als Dirigent (es gibt tatsächlich heute noch hasserfüllte Polemik gegen ihn!) als auch als Komponist. Da Furtwängler als Tonsetzer von Sinfonien kaum bekannt ist, fällt das aber weniger ins Gewicht.

 

Von der Überwindung, einem Menschen zuzuhören

 

Wer kennt wohl nicht einen Verwandten oder Bekannten, dessen Nähe er lieber meidet: Etwas Zwiespältiges an ihm irritiert, sein Charakter erscheint fragwürdig, er redet voller Emphase und berührt damit unangenehm. Seine Ansichten erscheinen weltfremd, er stahlt resignative Hoffnungslosigkeit aus, von der man sich nicht anstecken oder runterziehen lassen möchte.

 

Aber was ist es, was mich da (wenn auch unangenehm) berührt? Was möchte ich nicht wissen, worauf kann ich mich scheinbar nicht einlassen? Passt seine Einstellung nicht in mein Weltbild? Kenne ich schon genug "solche" wie ihn und weiß, wie er tickt und dass er nichts Interessantes oder Berührendes zu sagen hat?

 

So könnte man die Ausgangslage beschreiben, wenn man in Erwägung zieht, sich auf die Kompositionen Wilhelm Furtwänglers einzulassen - und musikalische Werke dabei als "lebendige Personen" sieht (was ich immer tue):

Lange Werke mit wenig griffigen Kontrasten und kaum abwechslungsreichen Melodien, große Geste, ekstatische Höhepunkte ohne wirkliche (Er)Lösung, klaustrophobische Zustände, kaum erkennbare Struktur der Stücke ohne den großen Plan - sinfonische Riesenschlangen halt... So hat man es in Rezensionen gelesen, und so ist vielleicht auch der erste Höreindruck.

 

Ich hingegen behaupte, dass Furtwänglers sechs Hauptwerke einfach zu verstehen und auch eingängig sind - allerdings nur, wenn man sie öfters gehört hat. Es gilt erst mal Mühe aufzuwenden, Unverständliches so hin zu nehmen und auf nächste mal Hören zu verschieben. Eigene Widerstände überwinden, neugierig sein, sehr auf sich selbst beim Hören achten und auch mitdenken - womit ich meine, seine Gefühle und das was da im Kopf kommt, kreativ reflektieren. Diese Arbeit an sich selbst macht auch diese Musik wertvoll.

 

Der Lohn der Mühe: die Schönheit des Unvollkommenen

 

Organische Entwicklung aus einer oder wenigen Keimzellen, meditatives Kreisen eines Themas - ohne Abschluss, als bruchstückhaft insitierende Erinnerung, manchmal voll stiller Tränen ... verletzte und gequälte Seele, innerer Kampf und Aufbegehren, Visionen und Illusionen, die wie eine Seifenblase zerplatzen, Suche ohne anzukommen.

 

Neben durchaus pathologischen Zuständen, Traumata der Seele, finden sich aber auch immer wieder Momente des warmen Sonnenscheins, der Tatkraft und der Zuversicht. Bestürzend sind die Kontraste der Welten, wenn man sich über längere Phasen in der Romantik von Brahms wähnt, dann sich das Bild grausig wandelt und der Schrecken des Unentrinnbaren der Gegenwart des Komponisten über den Hörer kommt. Umgekehrt berührt es stark: Nach der Katastrophe dann die Erschöpfung, die Stille, ein Verklingen - und in einer leisen letzten Phrase eine entfernten Erinnerung an Heilsein ...

 

Manchmal haben diese Momente bei Furtwängler etwas von der Stelle in Bergs Wozzeck, wo in all der gequälten Musik der leise zärtliche C-Dur Akkord in den Streichern aufleuchtet, wenn Wozzeck Marie das Geld gibt...

 

 

 

Untenstehende Einspielungen möchte ich zum hörenden Kennenlernen der klingenden Seelenwelt Furtwänglers empfehlen. Erfreulicherweise sind sämtliche Hauptwerke Furtwänglers - also die Sinfonien Nr.2 e-moll und Nr.3 cis-moll, das Sinfonische Konzert für Klavier und Orchester h-moll, das Klavierquintett und die Violinsonaten d-moll und D-Dur - mittlerweile jeweils in mehreren guten Live-Mitschnitten bzw. Studio-Aufnahmen zu hören und können somit aus verschiedenen interpretatorischen Blickwinkeln erlebt werden. 

Manche dieser CDs werden derzeit nicht von den Hersteller-Labels angeboten, können aber Secondhand oder auf anderen Wegen erworben werden (ggf. bei mir nachfragen). Die wenigen weiteren Aufnahmen, die zusätzlich noch auf dem Markt sind, bergen doch größere Schwächen und helfen nicht immer, zu den Kompositionen eine Zugang zu finden.

Von ein paar unveröffentliichten bzw. seit langem nicht mehr greifbaren Mitschnitten konnte ich ordentliche bis sehr gute CD-Transfers (von Rundfunkbänder, Radioübertragungen oder LP) erstellen.

 

Orchesterwerke

Symphonie Nr. 1 in b-moll (1938 - 1941)

G.A. Albrecht / Staatskapelle Weimar (18-19.3.2000, Congresszentrum Neue Weimarhalle) (Arte Nova)

 

Symphonie Nr. 2 e-moll (1944 - 1946, rev. 1951)

W. Furtwängler / Philh. O. Hamburg (18.10.1948, live, NDR F.Schnapp) (SWR,Fr + MR) (Manuskript-Vers. 1945)

W. Furtwängler / Berliner Philharmoniker (Nov-Dez.1950, Studio, Jesus-Christus-Kirche, Berlin) (DG)

W. Furtwängler / Sinf. Orch. des Hessischen Rundfunks (15.12.1952, live, ) (Delta Classics)

W. Furtwängler / WPO (22.2.1953, live, Großer Saal, Musikvereinssaal, Wien) (Orfeo)

W. Furtwängler / RSO Stuttgart (30.3.1954, live, Straßenbahner Waldheim, Stuttgart-Degerloch) (Grand Slam)

E. Jochum / S.O. des BR (9-10.12.1954, live, Herkulessaal, München) (BR Klassik)

D. Barenboim / CSO (12-15.12.2001, live, Orchestra Hall, Chicago) (Teldec)

G.A. Albrecht / Staatskapelle Weimar (9-10.11.2003, Congresszentrum Neue Weimarhalle) (Arte Nova)

A. Walter / BBC S. O. London (23-24.1.1992, Maida Vale Studio, London) (Marco Polo) (alternat. Finale-Fassung)

 

Symphonie Nr. 3 cis-moll (1951 - 1954. Vierter Satz später als fertiggestellt angesehen).

- dreisätzig (ohne Finale)

J. Keilberth / Berliner Philharmoniker (6.3.1956, Berlin-Dahlem, SFB) (WFG, Deutschland)

L. Maazel / Berliner Philharmoniker (Nov. 1979, Philharmonie Berlin, live) (0´0´0 classics) JW

W. Sawallisch / Bayerisches Staatsorchester (7.1.1980, Nationaltheater München, BR) (Orfeo)

- viersätzig (mit Finale)

G.A. Albrecht / Staatskapelle Weimar (28-29.11.1998, Deutsches Nationaltheater Weimar) (Arte Nova)

 

Symphonie D-Dur (1902-03)

- 1. Satz Allegro

A. Walter / Staatl. Philh. Orch. der Slowakei (Kosice) (12.2.1993, Haus der Künste, Kosice) (Maro Polo)

 

Symphonie h-moll:

- Largo (1. Satz) (1906)

A. Walter / Staatl. Philh. Orch. der Slowakei (Kosice) (31.8.1993, Haus der Künste, Kosice) (Maro Polo)

 

Ouvertüre Es-Dur op.3 (1899)

A. Walter / Staatl. Philh. Orch. der Slowakei (Kosice) (30.6.1993, Haus der Künste, Kosice) (Maro Polo)

 

Symphonisches Konzert für Klavier und Orchester h-moll (1924-1937, rev. 1954)
W. Furtwängler / E. Fischer, Klav. / Berliner Philh. (19.2.1939, live, Berlin) (Pilz + Memories Reverence)

R. Kubelik / E. Then-Bergh, Klav. / S.O. d. BR (27.6.1963, München, BR) (Tahra)

Z. Mehta / D. Barenboim, Klav. / Los Angeles Philh. Orch (1971) (Bongiovanni) JW

U. Schneider / H. Frankesch, Klav. / S.O.des BR (München) JW

 

Te Deum (1902-1910)

H. Chemin-Petit / Berliner Philharmoniker (12.3.1967, live, Berliner Philharmonie, SFB) (SWF, France)

M. Fischer-Dieskau / RSO Berlin (29.11.1994, live, Großer Sendesaal SFB, Berlin, SFB) (IPPNW-Conc.)

 

Kammermusik

 

Klavierquintett C-Dur (1912-1935)

Pusl Quartett / W. Sawallisch, Klav. (live) JW um knapp die Hälfte auf 43 Min. gekürzte Aufführungsversion

Quatuor Elyseen / D. Bellik, Klav. (März 1979, Tonstudio van Geest, Heidelberg-Wieblingen, Da Camera) (Bayer)

Quatuor Sine Nomine / F. Kerdoncuff, Klav. (17,20.5.1993, Zentralbibliothek, Zürich) (Timpani)

Clarens Quintet (2003, Funkhaus Köln, DeutschlandRadio, DLF) (Tacet)

E. Stein, Klav. / Arlt, Danialova, Schindel, Kaltenborn  (Nov.2004, Allerheiligen Hofkirche, München) (WFFC)

 

Violinsonate Nr. 1 d-Moll (1916-1935)

A. Galpérine, Vn. / Fr. Kedoncuff, Klav. (8-9.6.1989, Salle Adyar, Paris) (Timpani)

A. Unger, Vn. / B. Webersinke, Klav. (1997, Barockschloss Rammernau) (Sächsische Tonträger)

M. Wollong, Vn. / B. Wollenweber, Klav. (Okt+Nov.2004, Studio 10, Funkhaus Berlin) (CPO)

B. Boller, Vn. / W. Prossnitz, Klav. (21-23.11.2007, Alte Kirche in Boswil, Schweiz) (Guild)

Enzo Porta, Vn. / Adriano Abrosini, Klav. (2009, Rugginanti Editione) (Download)

S. Moser, Vn. / K. Huhn, Klav. (26-28.10.2010, SWR Studio, Kaiserslautern) (Profil)

 

Violinsonate Nr. 2 D-Dur (1938-1939)

W. Müller-Nishio. Vn. / R. Dennemarck, Klav. (11-12.12.1971, Tonst. van Geest, heidelBerg, Da Camera)(Bayer)

Donk-Suk Kang, Vn. / Fr. Kedoncuff, Klav. (20-22.12.1994, Theatre de Poissy) (Timpani)

M. Wollong, Vn. / B. Wollenweber, Klav. (Okt+Nov.2004, Studio 10, Funkhaus Berlin) (CPO)

S. Moser, Vn. / K. Huhn, Klav. (23-25.10.2008, MDR Leipzig, Augustusplatz) (Profil)

 

Frühe Kammermusikwerke

 

Violinsonate Nr. 1 a-Moll (1899)

R. Ranfaldi, Vn. / C. Doerge, Klav. (28-29.11.1998, Teatro Communale di Ferrrara) (fone)

 

Klavierquartett (1899)

K. Mano, Vn. / K. Matsumura, Va. / Y. Nirasawa, Vc. / S. Zetsu, Klav. (3.11.2011, Hongo Centr. Church) (Seel.)

 

Klaviertrio Nr. 1 F-Dur (1896)

R. Ranfaldi, Vn. / M. Marci, Vc. / C. Doerge, Klav. (28-29.11.1998, Teatro Communale di Ferrrara) (fone)

K. Mano, Vn. / K. Matsumura, Va. / S. Zetsu, Klav. (3.11.2011, Hongo Central Church, Tokyo) (Seelenklang)

 

Klaviertrio Nr. 2 E-Dur WF 86 (1900)

R. Ranfaldi, Vn. / M. Marci, Vc. / C. Doerge, Klav. (28-29.11.1998, Teatro Communale di Ferrrara) (fone)

 

Klaviersonate Nr. 8 d-moll (1898) (aus dem Manuskript)

C. Doerge, Klav. (28-29.11.1998, Teatro Communale di Ferrrara) (fone)

 

 

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Ein paar Informationen und Daten zur Aufführungsgeschichte:

 

Symphonie Nr. 1 in b-Moll
Komponiert 1938 - 1941. Die Symphonie wurde von Furtwägler zurückgezogen, nachdem er sie einmal mit den Berliner Philharmonikern geprobt hatte.

 

Symphonie Nr. 2 e-Moll
Komponiert 1944 - 1946, revidiert 1951.

Uraufführung am 22. Februar 1948 in Berlin mit den Berliner Philharmonikern unter Leitung Furtwänglers.

 

Symphonie Nr. 3 cis-Moll
Komponiert 1951 - 1954. Vierter Satz zuerst als unvollendet bewertet, wird mittlerweile aber als fertiggestellt angesehen und aufgeführt.
Die vier Sätze hatten zunächst programmatische Überschriften: "Das Verhängnis", "Im Zwang zum Leben", "Jenseits", "Der Kampf geht weiter". Die vollendeten drei Sätze wurden am 6. März 1956 in Berlin von den Berliner Philharmonikern unter Leitung von Joseph Keilberth uraufgeführt.

 

Symphonisches Konzert für Klavier und Orchester h-Moll
Komponiert 1924-1937, revidiert 1954.
Gewidmet Edwin Fischer. Uraufführung am 26. Oktober1937 in München mit Fischer und den Berliner Philharmonikern unter Leitung von Wilhelm Furtwängler.

 

Symphonie D-Dur (1902-03)
Komponiert 1902 - 1903.

Uraufführung: November 1903 in Breslau unter Leitung von Georg Dohrn.

 

Symphonie h-Moll: Largo (1. Satz) (1906)
Der langsame Satz kam erstmalig im Februar 1906 in München zur Aufführung; es spielte das Kaim-Orchester unter Leitung des Komponisten. Furtwängler verwendete das Hauptthema des Largos als Hauptthema für den Kopfsatz seiner Ersten Symphonie.

 

Ouvertüre Es-Dur op.3 (1899)
Vollendet 1899.

Die Ouvertüre ist Furtwänglers erste Orchesterkomposition..

 

Klavierquintett C-Dur
Komponiert 1912 - 1935.

Zu Lebzeiten des Komponisten gab es keine öffentliche Aufführung des Werkes.

 

Violinsonate Nr. 1 d-Moll
Komponiert 1916 - 1935.

Uraufführung am 4. März 1937 in Leipzig mit Hugo Kolberg, Konzertmeister der Berliner Philharmoniker, und Wilhelm Furtwängler.

 

Violinsonate Nr. 2 D-Dur
Komponiert 1938-1939.

Uraufführung am 19. Februar 1940 in München
mit Georg Kulenkampff und Wilhelm Furtwängler.

 

Te Deum
Komponiert 1902 bis1909.

Uraufgeführt 1910 in Breslau unter Leitung von Georg Dohrn.

 

 

 

 

 

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