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Konzept der Produktion - kreative Zusammenarbeit

 

 

Die Produktion einer CD ist ein umfangreiches Unterfangen in vielen einzelnen Schritten. Hier möchte ich - für Sie als Künstler mit "Aufnahmeabsichten" - die Vorgehensweise umreißen:

 

Erste Kontaktaufnahme:  Kommunikation über die Idee des Projekts und über das, was auf der fertigen CD zu hören sein soll. Außerdem eine erste grobe Schätzung der Produktionskosten (es gibt Varianten - z.B. auch die, nur einen CD-Master zu erstellen) und Gedanken über Fertigungstückzahlen des Endproduktes CD.

 

Ort Raum Instrument Zeitplan:  Oft bedarf es zur Realisierung der Aufnahme der Mithilfe Dritter: Wer stellt einen passenden Raum (zu welchem Preis) zur Verfügung? Wie sieht es mit einem evtl. benötigten Instrument aus (z.B. Flügel, Orgel)? Sind diese beiden "Abhängigkeiten" bezahlbar und in einen Zeitplan zu fassen? Haben da auch der Künstler und der Produzent Zeit? Bei diesem zweiten wichtigen Schritt stellt sich auch schon die Frage des akustischen Konzepts, da Instrument und besonders Raum dieses stark prägen.

 

Konkretes und Eventualitäten:  Wenn die ersten beiden Punkte zufriedenstellend geklärt sind, beginnt die Feinabstimmung. Die Zusammenstellung von Musikstücken für eine CD muss viele Faktoren berücksichtigen:

Attraktivität, das "Profil" (akustisches "Gesicht", Motto) der CD, Abwechslung, berücksichtigung von Tonarten (z.B. nicht drei Stücke in D-Dur hintereinander), zum Instrument passend (in Klang und Spielbarkeit), zum Raum passend (z.B. - eine Gesangsaufnahme ich strohtrockenem Raum kann tödlich enden), im Zeitplan realisierbar, eventuelle Gema-Gebühren, Zielgruppe, mögliche Sponsoren, Netzwerke (z.B. kann der Ort der Aufnahme verkaufsfördernd wirken, was die Covergestaltung beeinflussen kann), die Gesamtspielzeit.

Und nicht zuletzt noch ein zwei (meist "leichtere") "Reserve-Stücke" - für den Fall des Falles . . . 

 

Weiterführendes:  Klug ist auch, VOR der Aufnahme an das DANACH zu denken:  Soll die produzierte CD sich finanziell amortisieren - also auch verkauft werden? Wer vertreibt die CD (Ankauf, Kommission)? Gibt es ein verwendbares regionales Netzwerk? Gibt es Werbemaßmahmen? Wieviel soll die CD im Verkauf kosten?

 

Die Aufnahme:  Bei einer Tonaufnahme sollten jegliche Eitelkeiten oder Schamhaftigkeiten möglichst außen vor bleiben. Mikros lassen sich auch nicht durch Tricks täuschen - will sagen: Es ist, wie es ist (was Kraft, Ausdauer, Konzenrtration und technisches Können anbetrifft) - und darüber kann, darf, soll und muss der Tontechniker mit dem Musiker kommunizieren (und natürlich umgekehrt!).

 

Arbeit des Tonmeisters:  Natürlich gibt hie und da der Mann hinter den Mikrophonen (dem sie ein Dublikat der Noten anvertraut haben) etwas zu bedenken, weist auf Ungenauigkeiten hin - oder er macht vielleicht auch einen Vorschlag bezüglich einer musikalisch schlüssigeren Lösung. Das alles geschieht ausschließlich im Dienste der Musik und der Aufnahme. Ich achte diszipliniert auf eine jederzeit positiv-konstruktive Form - mit Gespür für das verbal  "Zumutbare" und das menschlich Passende. 

 

Erfahrung:  Die Praxis hat mir oft gezeigt, dass es durchaus sinnvoll ist, ein Musikstück erst einmal in der Gänze ohne Unterbrechung durch zu spielen - und dann einzelne Stellen zur musikalischen "Verbesserung" oder Fehlerkorrektur nochmals (evtl. öfters) aufzunehmen.

Und - die eigene Ausdauer und Konzentration (und natürlich auch der Zeitaufwand bestimmter Stücke!) bei einer Tonaufnahme wird von Musikern oftmals überschätzt. Wählen Sie in der Planung eher weniger Literatur pro Sitzung und setzen Sie dabei die benötigte Zeit eher hoch an . . .

 

Nach der Aufnahme:  Planen Sie nach Abschluss der Aufnahmesitzungen noch einige Zeit zum Abhören der Korrekturaufnahmen ein! das kann ein längerer Prozess sein, bei dem zwei dreimal oder noch öfters Ihre künstlerische Entscheidung gefragt ist! Offene Fragen zu bestimmten Takes können teilweise auch telefonisch abgeklärt werden. Über bei Korrekturaufnahmen besonders zu Beachtendes kläre ich Sie auf, wenn solche Korrekturen anstehen - ebenso über die Möglichkeiten der Nachbearbeitung einer Aufnahme. 

 

 

 

Eine offene Kommunikation zwischen dem Künstler und dem Aufnahmeleiter ist zwar kein Garant für eine gelungene Aufnahme - aber unabdingbare Voraussetzung dafür, damit es mit Glück und unter stimmigen äußeren Bedingungen eine solche werden kann.

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