VOM GEMALTEN BILD ZUR FOTO-REPRODUKTION VIA BILDSCHIRM

Gedanken zur Darstellung gemalter Bilder am PC und im Internet

 

Voraussetzung für eine Darstellung von Gemälden via PC oder Internet ist das Abfotografieren der physischen Bilder (wie treffend war das Wort "Ablichten"!) und danach die Bearbeitung der digitalen Fotos für die Bildschirmdarstellung.

Diese Art der Reproduktion ist im Gegensatz zur einer gemalten Kopie streng genommen eine Transformation - schon allein durch das völlig anders geartete Medium der Lichtdarstellung via Bildschirm. Zur Verdeutlichung des Unterschieds hier ein wesentlicher Aspekt:

Das Licht fällt auf ein gemaltes Bild und wird von diesem reflektiert. Am Bildschirm hingegen scheint das Licht durch das Bild hindurch (wie beim Dia) und ermöglicht eine viel höhere Kontrastwirkung und Farbintensität der Darstellung.

 

Dieser Art der Reproduktionsdarstellung kann man mit Skepsis begegnen oder sie sind aus Skrupel halbherzig ausführen. Jegliche "Bearbeitung" oder Korrektur ist in gewisser Weise auch ein Eingriff ins Kunstwerk.

 

Es gibt aber auch eine andere Sichtweise:

Beim Betrachten eines "echten" Bilds, sei es im Wohnzimmer oder im Museum, filtert man z.B. intuitiv bis zu einem gewissen Grad einen Gelbstich heraus, da die physische Oberfläche gut zu sehen und der Zustand (z.B. gealterter Firnis) klar zu erkennen ist. Eine nicht farbkorrigierte virtuelle Darstellung am Bildschirm wirkt dagegen verfälschend und unschön. Oftmals ist die Bildaussage dadurch erheblich gestört - und die IDEE DES BILDES ist für mich der DER Maßstab, an dem ich jedes Vorgehen in der Reproduktion messe.

Ich begegne virtuellen Bilddarstellungen ganz unverkrampft und sehe sie zudem zusätzlich auch als als kreatives Feld:

In dem "Wandlungsprozess" subjektiv der inneren Sicht, der Vision des Malers nachspüren und erkennen, was Ihn (evtl?) an der „Lichtgestalt“ der Vorlage zum Malen gereizt hat.

Farbverfremdungen nehme ich natürlich nicht vor, jedoch Farbkorrekturen:

Farbfehler können durch die spezielle Farbtemperatur beim Fotografieren entstehen oder eben durch das verfärbte oder nachgedunkelte Bild selbst. Außerdem ist ein etwas erhöhter Kontrast und öfters eine leichte Aufhellung von Nöten.

 

Manche der Bilder Otto Wagners wirken auf so "bearbeitete" Weise ihrem ursprünglichen Zustand ähnlicher als in ihrem momentanen Zustand, denn einige sind Mangels Auffrischung oder Restaurierung matt, stumpf, nachgedunkelt und in der Farbe blasser geworden.

 

Zudem nehme ich mir die Freiheit, hie und da mit Bildausschnitten zu arbeiten.

 

     1. Ist die Beschneidung des (fast immer) ungerahmt fotografierten Bildes minimal, dann

         vermerke ich das nicht beim gezeigten Repro, da ja auch das Rahmen das Bild etwas

         beschneiden würde und vom Maler mit einberechnet ist.

 

     2. Deutlichere, wirkliche Ausschnitte nehme ich aus zwei möglichen Gründen vor:

         a) Zusätzlich zur Verdeutlichung eigener subjektiver und beschriebener Sichtweisen.

         b) Ich persönlich empfinde den Bildauschnitt als (zusätzliches) Bild sehr schlüssig.

 

In diesen beiden Fällen erfolgt natürlich die klare Kennzeichnung "Ausschnitt".

 

Daten und Informationen zu Bildgröße, Malmaterial, Bildträger, Entstehung, Motiv und Entstehungsjahr werden hier auf längere Zeit leider nur teilweise erfolgen können ...



 

Genug der Gedanken und Informationen:  Viel Freude bei dem Gang durch die kleine virtuelle Galerie und berührende Resonanzen der Seele beim Entdeckungen der Bilder von Otto Wagner !

 





 

 

 

 

 

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