FRÜHE BERGBILDER (1946-1961)

 

Otto Wagner war auf eine romantische Weise ganz und gar von der Gebirgswelt angetan. Deren Schönheit UND Bedrohung ist besonders auf manchen der frühen Bergbildern deutlich, ja - auf manchen sogar verstörend präsent.

 

Drei aufschlussreiche Vergleiche:

 

1. Vergleich des späteren Ölbilds "Helln-Kapelle oberhalb der Ramsau" <3005> aus dem Jahr 1961 mit frühen "ca.1947" <3001> von ca.1947:

Im frühen Bild dominiert der Berg durch den sparsamen uind mehr angedeutenen Vordergrund - im späteren Ölbild sind es die menschlichen Refugien Haus und besonders Kapelle, die den Berg (trotz desssen deutlicher Ausarbeitung) in seiner bedrohlichen Wirkung abschwächen.

 

2. Vergleich von "Helln-Kapelle obernhalb der Ramsau" <3005> mit einem früheren Kapellenbild "Bergkapelle ca.1949" <3004> ergibt ein ähnliches Ergebnis: 

Im früheren Ölbild steht die Kapelle als ein Zeichen menschlicher Präsenz und Sicherheit im Glauben auf der rechten (rationalen) Seite in krassem Kontrast zur linken (gefühlsmäßigen) Bildhälfte, wo Ödnis, ein schier schwefelfarbener Lichfleck und das fleischfarbene Baumgerippe Todesahnung und Schrecken verbreitet.

 

3. Vergleich:  "ca.1947" <3001> und "im Wimbachtal - ca.1949" <3012>:

Auch hier zeigt das zwei Jahre später entstandene Bild trotz flächenmäßíg ähnlichen Anteils des Bergs am Bild deutlich friedlichere Züge durch die Betonung des Vordergrunds und die beiden bergbegrenzungen im Mittelgrund. Der Berg rückt in sicherere Entfernung. Die leichte Aquarelltechnik tut noch ihr Übriges zu einer eher heiteren Stimmung.

 

Außerdem: Zwei weitere frühe "Romantiker" in Öl "Hochalm" <3006> und "Berghof mit See" <3003> (Im Original ziemlich beschädigt und hier stark restauriert - siehe auf der Seite Digitale Restaurierung die Vergleiche "vorher-nachher") , das unvollendete und das nur begonnene und dadurch faszinierend karge Ölbild "Blick von der Bindalm auf die Mühlstürzhörner" <3016>.

 

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Das frühe Gebirgsbild "ca.1947" <3001> habe ich zu einer eigenen fototechnischen Bearbeitung - ich nenne es "Transformation" - genutzt. Hinter dem sonnigen Bergidyll spüre ich "anderes", und dem habe ich versucht Ausdruck zu geben. Auch mehr Text dazu auf der letzten Unterseite Transformationen von Bildern ...

 

Ebenfalls beängstigend empfinde ich die Stimmung der Kohlezeichung "bei Berchtesgaden" <3020>:  Das Schwarz des Bilds scheint das Weiß verschlingen zu wollen - die Bäume (in Reih und Glied), der tentakelartige dürre Baum und anderes kriechende Dunkel...


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